Schande an den Wänden – Vandalen am Dschungel-Tempel!

Ein Angriff auf Kultur, Glaube und Geschmack

Was in der Nacht auf gestern geschah, lässt selbst die wettergegerbten Stirnfalten von Priester Tlaloclown tiefer werden: Unbekannte haben das Farmhaus des Dschungeltempels beschmiert. Und nein – es war kein uraltes Ritualzeichen, kein geheimnisvolles Glyphenwerk aus vergessener Aztekenzeit, sondern ein billiger Allerwelts-Tag, wie er auf jeder x-beliebigen Bahnhofstoilette zu finden sein könnte.

„Mit Schablone, mit Spraydose… aber ohne Stil“, knurrte Tlaloclown, der das nächtliche Treiben zuerst bemerkt hatte. Und es war kein gewöhnlicher Abend.

„Ich hörte das Sprühen, noch bevor ich den Gestank roch…“

Die Sonne war längst hinter den Palmen versunken, als es im Dschungel plötzlich seltsam knisterte. Ein dumpfer Zischlaut, wie von einer alten Druckdose, zog durch die feuchte Luft. Tlaloclown, eigentlich gerade auf dem Weg zum nächtlichen Rauchritual mit Copalischka, blieb wie angewurzelt stehen.

Und dann das: eine Bewegung im Schatten, ein schemenhafter Umriss, der sich durch die Palmen schlug – direkt hinein in die alten Korridore des Tempels.

Kaum war der Fremde verschwunden, schallte das Echo der Cobalt-Kanone über die Insel. Ein Helikopter, der über den heiligen Ort flog, feuerte – und verfehlte sein Ziel nur knapp. Der Eindringling konnte sich in die Tempelanlagen retten, doch was er hinterließ, war keine mystische Botschaft, kein Geschenk an die Götter… sondern Schmiererei. Ein billiger Sprayer-Tag. Wiederholt, einfallslos.

Nicht einmal oder zweimal. Die billige Schablone musste gleich mehrfach herhalten...
Nicht einmal oder zweimal. Die billige Schablone musste gleich mehrfach herhalten…

Wer tut so etwas?

War es ein unreifer Neuling, der zwischen Fleischverkauf und Selbstfindung das Farmhaus für eine Fortnite-Mauer hielt?
Ein PVP-Rambock auf Entzug, der ohne Schüsse und Sprengstoff zu Dosenfarbe griff?
Oder einfach nur jemand, der von der Kultur, die ihn umgibt, nichts verstanden hat?

So oder so – der Vorfall ist mehr als nur ärgerlich. Er ist ein Affront gegen die Würde des Tempels, gegen die Handwerker, die dort mit Herz und Schweiß gebaut haben. Und gegen die Idee, dass auch auf einer Rust-Insel Kultur entstehen kann – zwischen Granaten, Gebäuden und Geschichten.

Die Rache der Götter…

Die Priester sind derzeit noch milde gestimmt. Die Zeichen stehen auf Reinigung – nicht auf Rache. Noch.
Die Graffiti wurden mittlerweile provisorisch entfernt, die Farm ist weiterhin geöffnet. Doch wer meint, den Dschungeltempel der Tafelrunde mit Fast-Food-Rebellion entehren zu können, könnte sich bald in einem anderen Szenario wiederfinden.

Denn, so raunt man sich unter den Einheimischen bereits zu:

„Wer die Wände des Tempels entweiht, erntet irgendwann den Blick des Jaguars.“

In die Rachegebete der Gläubigen ist der Täter auf jeden Fall eingeschlossen worden. Wer weiß, was ihm im nächsten Kampf Schlimmes zustößt und wäre am Ende sein Herz verspeisen wird…

Ein Aufruf an Kultur und Respekt

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass aus dem Dschungel kein Schundgarten wird. Wer sich ausdrücken will, darf das tun – kreativ, inhaltlich, mit Stil.

Aber für billig Schablonen-Tags auf einer Aztekenfarm?

Dafür gibt’s in Rust wirklich bessere Orte.

Update

Da staunte der mürrische Priester Tlaloclown nicht schlecht, der bekannt dafür ist, jeden Novizen anzuraunzen, der das Feuer zur falschen Stunde entzündet.

Nach einem Tipp im Inselfunk, wo man Reinigungsmaterialien kaufen kann, kam ein Nachbar und entfernte ehrenamtlich die Schmierereien auf der Wand der Tempel Farm.

Aus Respekt vor dem Gotteshaus und um dem Tempel auch etwas zurückzugeben – Ja, Tlaloclown so kann es gehen!

Herzlichen Dank an den edlen Helfer!

Der Vorstand der Azteken-Gemeinde